EDV soll dem Menschen dienen

Nach Plan BeneVit-Gruppe führt neue Software erfolgreich flächendeckend ein.

Im Vordergrund neuer Konzeptionen in der stationären Altenhilfe steht die Aufrechterhaltung normaler Lebens- und Wohnqualität, auch bei der Pflegebedürftigkeit. Dem Credo Normalität folgt auch das BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept, das in einer autarken Wohnung zwölf Bewohner familienähnlich umsorgt. Was der Bewohner braucht und bekommt, sind pflegerische Fachlichkeit, Möglichkeiten der aktiven Teilnahme sowie Zeit für Zuwendung und soziale Kontakte. Diese Qualität wird in erster Linie durch ein Personalkonzept erzeugt, das alle Mitarbeiterressourcen am Bewohner bündelt. Weiter muss eine hohe Effektivität bei der Erfüllung administrativer Aufgaben erreicht werden. Allen voran bei der Dokumentationspflicht, einem erheblichen Zeitfaktor. Hier ist bestmögliche Unterstützung gefragt. „EDV muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt“ weiß Kaspar Pfister, Geschäftsführer der BeneVit Gruppe.

Geleitet durch den Geschäftsführer entstand das Projekt „Neue Software“ mit dem klaren Ziel: Eine flächendeckende Software mit gemeinsamer Datenhaltung und einem umfangreichen Controlling zu suchen, die die Kernprozesse der handlungsleitenden Pflegeplanung über die Erstellung von Dienstplänen bis hin zur kaufmännischen Seite der Heimverwaltung und Abrechnung ambulant und stationär abbildet. Alle Daten sollen nur einmal erfasst und allen Mitarbeitern aus allen Bereichen oder Einrichtungen zu Verfügung stehen.

Die neue Software wurde zunächst in zwei Häusern getestet. Es wurden Key-User ausgebildet, die als Ansprechpartner für ihre Kollegen dienten. Die erfolgreiche Testphase zog den flächendeckenden Einsatz der Software in allen 19 BeneVit Einrichtungen mit sich. Innerhalb von sechs Wochen wurden 50 Mitarbeiter jeweils ein bis zwei Tage in der Pflegedokumentation geschult und eingearbeitet. Aber nicht nur die Schulungen, sondern auch das Einrichten der Daten wie die Vergabe von Berechtigungen für die eignen Mitarbeiter waren bisher Zeit- sowie Arbeitsfaktor. Während der zweiten Projektphase zeigte sich schnell, welche Softwareerweiterungen für die Arbeitsqualität bei der BeneVit Gruppe nötig waren, so wurde das Softwarespektrum um die Tagespflege und die Pflegedokumentation durch Expertenstandards erweitert.

Nach etwas mehr als einem halben Jahr war die Software in allen 19 Einrichtungen erfolgreich eingeführt. „Gut gelaufen“, lobte Kaspar Pfister, „keine Phase der Frustration“.

Erschienen in der Altenheim 06/2015