Auswertung der Pflegedokumentationsumfrage

Erst noch mal ein großes Dankeschön an die Teilnehmer unserer Umfrage zu der HEIMBAS Pflegedokumentation in Richtung der Entbürokratisierung. Um jedoch eine repräsentative Auswertung durchführen zu können, hätten wir uns eine höhere Rücklaufquote gewünscht. Dennoch möchten wir Ihnen kurz die Ergebnisse der Umfrage präsentieren.

Die Fragebögen wurden gleichermaßen von männlichen als auch weiblichen Mitarbeitern mit einer Häufung der Altersverteilung bei 36-45 Jahren beantwortet. Der überwiegende Teil arbeitet bei einem öffentlichen Träger in der Funktion der Pflegedienstleitung. Die Selbsteinschätzung der PC-Kenntnisse fällt zu je einem Drittel als sehr gut, gut und durchschnittlich aus. Die Anwendungsdauer der Pflegedokumentationssoftware liegt zwischen unter sechs Monaten bis hin zu mehreren Jahren. Zwei Drittel der Anwender arbeiten bereits mehr als ein Jahr mit der Software.

Als Ergebnis der Studie kann vor allem festgehalten werden, dass bei der Einschätzung bezogen auf die verschieden Fragenbereiche teilweise unterschiedliche Meinungen vorherrschen. Beispielsweise im Bereich der Dokumentationsbestandteile hält ein Teil der Befragten die momentane Dokumentationspraxis für angemessen und gibt an alle Dokumentationsinhalte seien wichtig und keine überflüssig. Dem entgegen finden einige die Pflegeplanung überflüssig, nutzen hingegen aber häufig den Tagesplan. Auf den zeitlichen Aspekt der Dokumentation kann hier auch nochmal verstärkt ein Augenmerk gelegt werden. Hier unterscheiden sich die Angaben sehr stark.

Der Dokumentationsaufwand pro Schicht wird mit den überwiegenden Nennungen als hoch eingeschätzt, wobei „sehr hoch“ als zweit häufigste Nennung und „mittel“ als dritt häufigste Nennungen folgen. Der zeitliche Einschätzungswert in Minuten pro Schicht wird sehr unterschiedlich eingeschätzt. Hier findet sich eine Häufung der Nennungen bei 45, 60 und 240 Minuten. Als Bereiche mit dem größten Dokumentationsaufwand werden mit den meisten Nennungen Pflegeplanung, Assessments und Berichte angegeben.

Wie bei vielen anderen Probanden wird deutlich, dass die zu detailreiche und ausufernde Pflegeplanung einen hohen zeitlichen Faktor ausmacht und oftmals als überflüssig betrachtet wird. Insgesamt kann also festgestellt werden, dass trotz teilweise unterschiedlicher Meinungen zu dem Thema, die Pflegeplanung allgemein und das sehr umfangreiche Berichtwesen in der Pflegedokumentation zu Zeiteinbußen führen. Die beeinflussenden Faktoren der Dokumentationsbedingungen scheinen allerdings auch einen Einfluss auf die Pflegedokumentation zu haben, da mehr als die Hälfte der Befragten angeben, dass in diesem Bereich die Bedingungen unzureichend sind (Computeranzahl, Computerleistung).

Der Vergleich der für die Pflegedokumentation benannten wichtigen Faktoren mit denen, die als nicht wichtig eingeschätzt werden und der häufigsten Anwendung der Bestandteile zeigt, dass durchweg die individuell verfasste tägliche Dokumentation in Form von Berichten als sehr wichtig angesehen wird. Bei dieser Kontrollfrage zeigen sich kaum Wiedersprüche. Die Software wurde als übersichtlich wahrgenommen. Die Kundenzufriedenheit wurde positiv bewertet. Das Themengebiet der Entbürokratisierung scheint im Feld der Befragten von Relevanz zu sein und wird als Möglichkeit gesehen mehr Zeit für die Klienten/Bewohner zu generieren. Bezüglich zu den Softwareoptimierungen wird ein Maßnahmenplan erarbeitet, der Kundenwünsche berücksichtigt.

Für weitere Fragen bezüglich der Umfrage stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.